AKADEMIE-Talk: Keine leichte Kost – Forschungsaspekte & evidenzbasierte Informationen zu Ernährung

Dr. med. Heinz Bry referierte für diesen AKADEMIE-Talk über Ernährung und Lebensstilfaktoren.

Warum ist unser Lebensstil so wichtig?

Damit hat sich Dr. med. Heinz Bry am 27. August im AKADEMIE-Talk „Keine leichte Kost – Forschungsaspekte & evidenzbasierte Informationen zu Ernährung“ beschäftigt. Unser Lebensstil – besonders die Ernährung – beeinflusst direkt unsere Gesundheit. Ungesunde Gewohnheiten können zu Funktionsstörungen und Entzündungen im Körper führen. Diese Entzündungen sind oft unsichtbar, aber sie begünstigen langfristig Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder sogar neurologische Störungen. Im Folgenden sind ein paar wichtige Punkte aus dem Vortrag von Dr. med. Heinz Bry zusammengefasst:

Die „Westliche Diät“: Ein Problem für die Gesundheit

Die typische westliche Ernährung ist reich an:

  • Zucker und raffiniertem Getreide (z. B. Weißmehl)
  • gesättigten Fetten (z. B. Fast Food, frittierte Speisen)
  • hochverarbeiteten Lebensmitteln (viele Zusatzstoffe, Salz, Kunststoffverpackungen)
  • leeren Kalorien (viel Energie, aber wenig Nährstoffe)

Folgen:

  • Übergewicht und Adipositas (in Deutschland sind über 60 % der Erwachsenen betroffen)
  • Insulinresistenz (der Körper reagiert nicht mehr richtig auf Insulin, was zu Diabetes führen kann)
  • chronische Entzündungen (z. B. im Darm oder im Fettgewebe)
  • Störung des Mikrobioms („Darmflora“) – das schwächt das Immunsystem

Warum essen wir das?

Unser Gehirn belohnt uns für schnelle Energiequellen wie Zucker und Fett: Es schüttet Dopamin und Endorphine aus – das macht uns kurzfristig glücklich, aber langfristig krank.

Eine genauere Betrachtung der mediterranen Ernährung

Die mediterrane Ernährung ist entzündungshemmend und bietet:

  • Gesunde Fette (z. B. Olivenöl, Nüsse, Fisch mit Omega-3-Fettsäuren)
  • Viele Ballaststoffe (Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchte)
  • Antioxidantien (Obst, Gemüse, Kräuter)
  • Fermentierte Milchprodukte (z. B. Joghurt, Käse – gut für den Darm)

Vorteile:

  • Bessere Insulinsensitivität (schützt vor Diabetes)
  • Stabiles Darmmikrobiom (stärkt das Immunsystem)
  • Schutz vor Entzündungen (lokal im Darm und im ganzen Körper)

Bewegung: Der zweite Schlüssel

Bewegung ist genauso wichtig wie die Ernährung! Sie:

  • Reduziert Entzündungen
  • Verbessert die Insulinwirkung
  • Stärkt das Herz-Kreislauf-System
  • Fördert die psychische Gesundheit

Praktische Tipps für den Alltag

  1. Mehr pflanzliche Lebensmittel: Gemüse, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte
  2. Weniger Zucker und Fast Food: Verarbeitete Lebensmittel meiden
  3. Gesunde Fette wählen: Olivenöl, Avocados, Nüsse, fetter Fisch
  4. Regelmäßig bewegen: Spazieren, Radfahren, Krafttraining – Hauptsache aktiv!
  5. Auf den Darm achten: Fermentierte Lebensmittel (z. B. Sauerkraut, Joghurt) unterstützen die Darmgesundheit

Das Fazit von Dr. med. Heinz Bry lautet: Unser Lebensstil – vor allem Ernährung und Bewegung – hat einen riesigen Einfluss auf unsere Gesundheit. Kleine Änderungen können große Wirkung zeigen: Weniger Entzündungen, mehr Energie, bessere Lebensqualität!

Sie wollen mehr von Dr. med. Heinz Bry sehen und hören? Dann gelangen Sie über diesen Link zu seinem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/@DrHBry

Redaktion: DMSG-AKADEMIE - 16.10.2025